Der Blick hinter die Kulissen
Das sieht man nicht jeden Tag: einen Kühlschrank voll mit Blut. Theaterblut, nur eine von unzähligen Requisiten, die in den Räumen über den Theatersälen auf ihre Verwendung warten und die man braucht, damit die Stücke auf die Bühne kommen können.
Für ausgewählte Produktionen lädt die Württembergische Landesbühne „Probenklassen“ zu sich nach Esslingen ein und zeigt ihnen, wie Theater funktioniert. Ein Angebot, das die Klasse 11a unter der Begleitung von Frau Kayabasi und Herrn Steck gern nutzte. Theaterpädagogin Deborah de Vitis führte den Schülerinnen und Schülern vor, wie es im wörtlichen Sinn hinter den Kulissen aussieht, wie in der Schneiderei die aufwändigsten Kostüme entstehen, wie Perücken und Maskenteile angefertigt werden - und wie eben auch Kunstblut angerührt und gelagert wird.
Und vor allem: wie es zugeht, wenn Profis proben. Die 11a konnte so dabei zusehen, wie Regisseurin Christine Gnann in der Eingangsszene des gruselig aktuellen Kammerspiels "Der Reichskanzler von Atlantis" (über die deutsche "Reichsbürger"-Szene) mit den Darstellerinnen und Darstellern an den Details arbeitete. Position im Raum, Bewegungsabläufe, Timing und Tonfall des Textes - an allem wurde gefeilt, abgebrochen, neu angesetzt, Varianten ausprobiert, verworfen, als endgültig vereinbart.
Auch für ein eingehendes Gespräch mit der Klasse nahmen sich Christine Gnann und die Ensemble-Mitglieder Martin Theuer, Kim Patrick Biele, Gesine Hannemann und Markus Michalik nach der Probe Zeit. Ein spannender erster Einblick - Mitte Oktober schaut sich die Klasse dann die fertige Produktion in einer Abendvorstellung an.






