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Hilde Pohl-Trio: „Swing over Beethoven!”

Kulturreihe Spatzennest

Freitag, 06. März 2020, Halle des HLG, 20 Uhr

Wer kennt sie nicht: die Mondscheinsonate, Elise, die Ode an die Freude, die Frühlingssonate, die Pastorale, den verlorenen Groschen…. Aber so noch nicht: Ludwig van Beethoven in der Fassung des Hildegard-Pohl-Trios: Mit kreativer Improvisation und unbändiger Spielfreude nähern sich die drei Musiker dem Genie jazzig an, schöpfen aus seinen Kompositionen, ergründen und verarbeiten, verändern, toben sich aus, lieben ihn einfach und verneigen sich tief vor dem Maestro. Beethoven, der große Revolutionär und Visionär, der Komponist mit dem Götterfunken, der Superstar der Musikmetropole Wien, er strahlt swingend vom Podest und Hildegard Pohl, Yogo Pausch und Norbert Meyer-Venus liegen ihm zu Füßen. Danke, für deine Musik, Ludwig!!! Und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag: Vor genau 250 Jahren erblicktest Du in Bonn das Licht der Welt.

Das Hildegard-Pohl-Trio aus Nürnberg: Sie können einander spielend vertrauen, bedeuten einander musikalisch und menschlich sehr viel – Hildegard Pohl (Klavier) Yogo Pausch (Schlagzeug) und Norbert Meyer-Venus (Bass), seit über einem Jahrzehnt im Trio vereint. Traumwandlerisch musizierend haben sie ihren eigenen swingenden Sound im Crossover von Klassik und Jazz gefunden. Und nehmen das Publikum mit auf eine musikalische Entdeckungsreise…

Restkarten zu 14 Euro (ermäßigt 10 Euro) sind im Sekretariat des HLG, in der Buchhandlung am Markt in Markgröningen oder an der Abendkasse erhältlich.

Musik, die aus dem Herzen kommt

Vortragsabend des Neigungsfach Musik 13

„Es gibt nur zwei Arten von Musik: gute und schlechte. Es kommt nicht darauf an, was du spielst, sondern wie du spielst“, sagte bereits Louis Armstrong. Eines sei gleich vorweggenommen: Beim Vortragsabend des Neigungsfachs Musik der Jahrgangstufe 13 war nur gute Musik zu hören. Ganz besonders zeichneten sich die fünf jungen Musikerinnen und Musiker jedoch dadurch aus, wie sie spielten.

Gleich zu Beginn des Abends zeigte Clea Bayer mit den ersten Takten von Frederic Francois Chopins  Nocturne cis-Moll, wie einfühlsam ein Klavierstück vorgetragen werden kann: Sanft, gefühlvoll und leise ertönten die ersten Akkorde. Das durch den Film „Der Pianist“ weltberühmte Stück wäre aber kein geeignetes Werk für ein Abiturvorspiel, wenn es der Pianistin nicht auch einige technische Raffinessen abverlangen würde. Clea Bayer überzeugte durch eine technisch anspruchsvolle weitgriffige Bassbegleitung und rhythmische Sicherheit. Genauso wie im ersten Satz von Ludwig van Beethovens Sonatine op.79. Presto, also schnell, „auf deutsche Art“, spielte Clea Bayer die nahezu ununterbrochenen Achtelbewegungen, mal in der linken, mal in der rechten Hand. Mit Ses-Ballad for piano des türkischen Komponisten Fazil Say wurde ein zeitgenössisches, sehr ungewöhnliches Stück gewählt. Rhythmisch präzise, manchmal energisch, manchmal zurückhaltend, dann laut und wieder leise präsentierte Clea Bayer die Themen dieses wunderschönen Stückes und zeigte, dass sie die Musik von Fazil Say verstanden hat.

Julia Steinhauser begann mit der Partita a-Moll für Flöte solo von Johann Sebastian Bach. Soloflöte bedeutet ohne Klavierbegleitung und das ist auch gut so, denn das, was Julia Steinhauser präsentierte, verdiente alleinige Aufmerksamkeit. Dieses Stück verlangt die atemtechnischen Fähigkeiten einer Ausnahmeflötistin und genau das zeigte Julia Steinhauser auch. Nebenbei präsentierte sie auch noch technisch anspruchsvolle, präzise Läufe und einen warmen, weichen Klang vor allem im tiefen Register. Eine barocke Tanzgesellschaft hätte ihre wahre Freude an Julias Flötenspiel gehabt. Mit der Hamburger Sonate G-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach, Sohn des Johann Sebastian Bach, wählte Julia Steinhauser – begleitet von Olga Kunz am Klavier – ein Stück, bei dem sie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten eindrucksvoll zeigen konnte: Phrasierungen, Tempowechsel, Intonation und dynamische Kontraste. Mit der Fantaisie brillante über Themen aus der Oper Carmen von Georges Bizet entführte die junge Flötistin das Publikum in eine ganz andere Welt. Das Publikum hörte bekannte Melodien, gepaart mit der Virtuosität der Flötistin und der  Pianistin.

Franz Schuberts Impromptu As-Dur op.142,2 Allegretto ist ein bekanntes Stück bei Pianisten und dennoch gelang es Julia Dettling eine eigene Interpretation zu präsentieren. Gefühlvoll begann sie mit dem ersten Thema des Stückes, um dann energisch und kraftvoll in die Doppeloktaven einzusteigen, die auch dynamisch einen Gegensatz zum romantischen Anfang bildeten. Mit den fortlaufenden Triolenketten zeigte Julia Dettling dann auch ihre technischen Fähigkeiten. Besonders überzeugend gelang ihr im gesamten Stück das Gefühl für schöne Musik. Verloren Im Nebel von Leos Janacek oder auf der Suche nach Klarheit, so präsentierte Julia Dettling dieses impressionistische Stück. Janacek war 58 Jahre alt, als er Im Nebel komponierte und es war beeindruckend zu hören, wie eine junge Frau wie Julia Dettling diesen Nebel des Schicksals, die persönliche Isolation, die schwierigen Zeiten des Komponisten, so eindrucksvoll verstehen kann. Die Sonate op. 13, 3. Satz von Ludwig van Beethoven ist auch bekannt als Pathetique. Die Schwierigkeit für die Pianistin besteht also nicht nur darin, Beethovens kraftvolle und anspruchsvolle Musik zu spielen, sondern auch einen pathetischen, klagenden Charakter zu übermitteln. Dies gelang der Abiturientin wirklich überzeugend.

Nach einer kurzen Pause stand ein eher seltenes Instrument auf dem Programm: das Euphonium, gespielt von Celine Bönisch. Das Euphonium ist fester Bestandteil eines sinfonischen Blasorchesters und zeichnet sich durch seinen vollen, dunklen Klang aus. Besonders ist außerdem, dass es mit mehr Luft geblasen werden muss als ein Bariton- oder Tenorhorn. Die 12 Etüden für Trompete von Johannes Brahms gehören zum Programm für alle Blechbläser, weil sie wunderschöne Stücke enthalten, die sich durch ihre Musikalität und Phrasierungen auszeichnen. Celine zeigte diese Vielfalt an unterschiedlichen Klängen und Phrasierungen. Beim Konzert für Trompete in Es-Dur von Johann Baptist Georg Neruda, einem böhmischen Musiker, wurde Celine Bönisch von Corinna Liebler am Klavier begleitet. Klare Läufe, rhythmische Sicherheit und tonale Klarheit vor allem bei den Quartsprüngen gelangen Celine Bönisch überzeugend und zeigten das weitreichende Repertoire eines Blechblasinstrumentes.

Für den letzten Protagonisten des Abends, den Cellisten Fabian Schneider, stand zunächst Johann Sebastian Bachs Cello Suite Nr. 1 in G-Dur auf dem Programm. Mit den Tanzsätzen Courante und Sarabande präsentierte er Cellomusik auf höchstem Niveau. Für Cellisten stehen die Kompositionen für Solo-Cello für höchste Virtuosität und genau das lieferte Fabian Schneider, natürlich gepaart mit einem musikalischen Verständnis, das seines Gleichen sucht.  Aber es ging noch besser: Kol Nidrei op.47 ist ein musikalisches Werk des Komponisten Max Bruch für Cello und Orchester. Das Orchester wurde an diesem Abend durch ein Klavier ersetzt, virtuos gespielt von Corinna Liebler. Fabian Schneider überzeugte bei diesem Stück nicht nur aufgrund seiner technischen Fertigkeiten, als er zum Beispiel mühelos Sechzehntel- und Zweiunddreißigstelfiguren spielte, weil er einen perfekten Fingersatz hatte oder Oktavsprünge spielte, die viele Cellisten vor eine Herausforderung stellen würden, sondern auch durch seine Musikalität. Er „fühlte“ die Musik und konnte dieses Gefühl an den Zuhörer weitergeben. So mancher im Publikum saß am Ende des Stückes mit Tränen in den Augen da, weil er dieses Stück einfach herzzerreißend schön gespielt hat. Womit wir wieder bei Louis Armstrong wären.

Abschließend soll hier der Dank der Schulleiterin, Regina Göldner, stehen, die sich beim verantwortlichen Musiklehrer, Herrn Kallenberger, den Pianistinnen Frau Liebler und Frau Kunz, sowie bei den jungen Musikerinnen und Musikern und ihren Instrumentallehrern für den musikalischen Abend und den Einsatz bedankte.

Tag der offenen Tür am HLG

Tag der offenen Tür 2020

Am 01. Februar fand am HLG der diesjährige Tag der offenen Tür statt, der sich wie in den Jahren zuvor großen Zuspruchs erfreute. In der Zeit zwischen 10.00 und 14.00 Uhr erhielten interessierte Schülerinnen und Schüler anderer Schulen, ihre Eltern und Freunde bei Schülerführungen einen Einblick in die Räumlichkeiten des Gebäudes und erfuhren einiges über das Angebot und die vielen Traditionen und Bräuche unserer Schule. An verschiedenen Informationsständen standen die Schulleitung, Lehrer und Elternvertreter für weitere Auskünfte zur Verfügung. Gleichzeitig fanden in der Aula verschiedene musikalische Darbietungen statt: Auf einen Auftritt des 7er/8er-Chors folgten Beiträge von Instrumentalensembles und Solisten aus der Schülerschaft sowie eine öffentliche Probe der Schulband, sodass die Besucher sich einen Überblick über das vielfältige musikalische Angebot unserer Schule verschaffen konnten. Das zweite Standbein und Profilfach der Schule, die Bildende Kunst, präsentierte eine umfangreiche Ausstellung im gesamten Schulhaus und lud zu einer Mitmachaktion im Zeichensaal ein. Gelegenheit zum Mitmachen bestand auch beim Experimentieren im Physik-, Chemie- und Biologiesaal, wo unter Anleitung von Schülerinnen und Schülern interessante Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften gewonnen werden konnten. Wer Interesse hatte, konnte sich auch näher über die Austauschprogramme der Schule mit Frankreich, den USA und China informieren und unter anderem während eines Stäbchenführerscheins erste kulturelle Erfahrungen sammeln. Die Bildungspartner des HLG, die VR-Bank Asperg-Markgröningen, die Firma SPINNER Automation und die Schlossfestspiele Ludwigsburg, berichteten in einem eigenen Ausstellungsraum von ihrer Zusammenarbeit mit unserer Schule und gaben gleichzeitig einen Einblick in die Arbeit und Ausbildungsmöglichkeiten in ihrem jeweiligen Unternehmen. Wie in jedem Jahr hatten die Besucher auch Gelegenheit, kleine Kostproben des Kochkönnens unserer Küche zu bekommen. In diesem Jahr bot das Team um Küchenchefin Irene Eckert das Traditionsgericht Schupfnudeln mit Kraut und Kassler sowie ein Müslidessert als Nachtisch an. Das HLG freut sich über die vielen interessierten Besucher des diesjährigen Tags der offenen Tür und hofft, dass viele motivierte neue Schülerinnen und Schüler den Weg in unsere Schule finden werden.

Wie schön leuchtet der Morgenstern –

Chöre und Ensembles des Helene-Lange-Gymnasiums erfüllten die Bartholomäuskirche mit weihnachtlichem Sternenglanz

Wenn das Geraschel von Mützen, Mänteln und Programmheften in der bis auf den letzten Platz besetzten Bartholomäuskirche verstummt ist, wenn feierliche Stille einkehrt, das Licht ausgeht und wenn sich die Chöre des Helene-Lange-Gymnasiums unter der Leitung von Klaus Müller beim Schein ihrer Kerzen aus den Seitenschiffen singend auf den Weg machen, dann beginnt für viele Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer und Freunde der Schule wirklich die Weihnachtszeit.

Diese Art des Beginns des Weihnachtskonzerts ist über die Jahre zum liebgewordenen Teil der Tradition geworden, die die Schule bis zum Christfest begleitet. Dieses Jahr leitete der gregorianische Choral „Ad te levavi“ – gesungen von den Sängerinnen und Sängern auf ihrem Weg zum Altarraum – zum Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ aus dem 16. Jh. über, um dann in das altbekannte „Übers Gebirg Maria geht“ von Eccard aus derselben Epoche zu münden, als sich vorne beide Chöre zu einem großen, strahlenden Klangkörper zusammengefunden hatten.

Nach dieser festlichen Einstimmung begrüßte die stellvertretende Schulleiterin Anke Kollmar die Anwesenden am „Gedenktag des Heiligen Nikolaus“, ließ das Publikum durch das Türchen des 6. Dezember schon einmal auf einige Glanzlichter des Programms „spicken“ und bedankte sich im Voraus herzlich bei allen Mitwirkenden auf der Bühne und im Hintergrund, denn viele Schülerinnen und Schüler sind über die Arbeitsgemeinschaften hinaus am Konzert beteiligt, z.B. im Bereich der Technik. Besonders dankte Frau Kollmar den Instrumentallehrern, allen voran Regina Bojack, Olga Kunz, Corinna Liebler und Klaus Müller, die die Leitung innehatten, für ihre Arbeit mit den Schülern, die viel Mut, Kraft, Herzblut und Extraproben erforderte. Weiterer Dank ging an Herrn Dr. Dettinger und die evangelische Kirchengemeinde mit ihrer Mesnerin Frau Gerne dafür, in der wunderschönen Bartholomäuskirche zu Gast sein zu dürfen, an Herrn Möller für die Unterstützung bei der Einstudierung und an Herrn Wiest für die Gestaltung des Plakates und Programmheftes.

Eine schöne Tradition, die zur feierlichen Stimmung des Weihnachtskonzerts beiträgt, ist auch, dass die Zuhörerschaft an verschiedenen Stellen des Abends zum Mitsingen vertrauter adventlicher Weisen aufgefordert ist, wobei „Macht hoch die Tür“ nicht fehlen darf. Begleitet von Instrumentalistinnen des Leistungsfaches Musik der Jahrgangsstufe 12, war das Singen dieses alten Chorals, genauso wie später „O Heiland, reiß die Himmel auf“, eine besondere Freude.

Der Schulchor, unterstützt von Clara Heurich, Alea Toprek (Flöte), David Heurich (Percussion) und Corinna Liebler (Klavier), zauberte mit „My soul cries out“ irische Weihnachtsatmosphäre in die Kirche.

Das Ensemble unter der Leitung von Corinna Liebler stellte mit 14 Schülerinnen und Schülern einmal mehr sein hohes Niveau und seine große Wandelbarkeit unter Beweis. Am Beginn stand festliche Barockmusik, drei Sätze aus dem 1680 komponierten Concerto grosso „fatto per la notte di natale“ von Arcangelo Corelli. Die Solo-Gruppe mit Lucie Müller, Victoria Friedrich (Violine) und Anna Müller (Violoncello) trat dabei in einen abwechslungsreichen Dialog mit dem „Tutti“, dem gesamten Ensemble. Es folgte der wunderbar ausdrucksvolle langsame Satz aus Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert. Ergreifend gestaltete Johanna Friedrich dabei den anspruchsvollen Solopart auf der A-Klarinette. Unerwartet wandelte sich der Sound des Ensembles, durch Schlagzeug verstärkt, ins Heiter-Beschwingte und ließ mit „Winter Wonderland“ und „Let it snow“ Swinging Christmas einziehen.

Romantisch wurde es dann mit Josef Rheinberger, dessen Komposition „Puer natus in Bethlehem“, vorgetragen vom Gesangsensemble der Klassen 10 unter der Leitung von Regina Bojack und Olga Kunz (Orgel), von der Empore erklang. Von dort aus brachten anschließend auch Schülerinnen des Leistungsfaches Musik der Jahrgangsstufe 12, mit der Sopranistin Christina Zeile und Victoria Friedrich an der Violine, die weihnachtliche Arie „Jetzt auf Erden woll´t fröhlich werden“ des Barockkomponisten Georg Hahn zu Gehör.

Während die Schulgemeinde „Hört der Engel helle Lieder“ zu singen eingeladen war, formierten sich wieder SchulChor und ELFEn-Chor im Altarraum, um zu den Werken von Mendelssohn-Bartholdy, dem musikalischen Schwerpunkt ihres diesjährigen Programms, zu gelangen, beginnend mit der achtstimmigen Motette „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“ aus dem Oratorium „Elias“, deren Text aus Psalm 91 für viele Menschen von großer Bedeutung ist. Kraftvoll zog sich der Ruf „Herr, erbarme dich“ durch alle Stimmen im „Kyrie in d“, einem eher unbekannten Stück des jungen Mendelssohn, das er während eines Aufenthaltes in Paris für fünf Stimmen und großes Orchester komponierte. Das „große Orchester“ war heute Abend das Orchester CONSORT Markgröningen unter der Leitung von Klaus Müller, in dem Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Profis u.a. aus der Musikhochschule und dem Staatsorchester Stuttgart musizierten. Diese Zusammenarbeit bot in den Proben eine wunderbare Gelegenheit zum Austausch und unseren jungen Musikerinnen und Musikern an der Schule ganz praktisch die Möglichkeit sich Dinge abzuschauen und dabei über den Schulalltag hinaus etwas dazuzulernen.

Als strahlendes Glanzlicht am Ende des Konzerts stand „Die Geburt Christi“ aus Mendelssohns Oratorienfragment „Christus“ mit Elena Müller (Sopran), Michael Steck (Tenor), Tobias Ling und Nico Hesse (Bass) als Gesangssolisten. Das Stück „Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen“ beschloss den inhaltlichen Kreis des Konzertes, den der Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ eröffnet hatte. „Wir haben seinen Stern gesehen“ sangen die Chöre des Helene-Lange-Gymnasiums, und auch in den Herzen so mancher Zuhörer ging an diesem Abend ein Weihnachtsstern auf – herzlichen Dank für dieses wundervolle Konzerterlebnis.

 

Silke Holl

 

Schülerarbeiten des Helene-Lange-Gymnasiums in der VR-Bank in Markgröningen

In Zusammenhang mit der Bildungspartnerschaft zwischen der VR-Bank Asperg-Markgröningen und dem Helene-Lange-Gymnasium Markgröningen stellen Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 und der Kursstufe vom 05.-20.11.2019 Zeichnungen, Malereien und Combine Paintings in der Filiale in Markgröningen aus. Die ausgestellten Arbeiten orientieren sich u.a. am Schwerpunktthema „Selbstdarstellung und Verwandlung“ der Kursstufe. Die verschiedenen Spielarten des Portraits stehen hier im Zentrum. Die Klassen 11 beschäftigten sich mit aus Teilen zusammengesetzten Portraits, sogenannten Joinern und mit montierten und arrangierten Combine Paintings, beides sind Annäherungen an die Vorgehensweisen der Pop Art. Außerdem werden aus dem Bereich der Zufallstechniken surrealen Landschaften gezeigt, die mit Hilfe von Décalcomanien entstanden sind.

Die Bilder zeigen einen von Alfons Wiest geführten Rundgang durch die Ausstellung in der VR-Bank Asperg-Markgröningen mit dem Vorstandssprecher Urban Krappen, zusammen mit Frau Göldner und Frau Kollmar.

 

„Jetzt schon mal im Voraus: Danke, Anke!“

Anke Kollmar wird in ihr neues Amt als Stellvertretende Schulleiterin am HLG eingeführt.

Über mangelnde Vorschusslorbeeren konnte sich die neue Stellvertretende Schulleiterin nicht beschweren. Und natürlich gab es für Anke Kollmar bei ihrer offiziellen Amtseinführung auch eine Fülle kleinerer und größerer symbolträchtiger Gaben für das neue Amt: einen Rucksack für die neue Dienst-Etappe, einen Reiseführer für die kleinen Fluchten aus der Arbeit hinaus in die knapper werdende Freizeit, ein Schokoladen-„Abo“ für die nächsten Wochen zur Stärkung der Nerven.

Vor allem aber gab es viel Lob und Vorfreude auf die künftige Zusammenarbeit. Dieser rote Faden zog sich durch die Begrüßungsrede der Schulleiterin Regina Göldner ebenso wie durch die Beiträge von Johannes Kummer für die Lehrerinnen und Lehrer, der Elternbeiratsvorsitzenden Kirsten Becker, der beiden Schülersprecherinnen Mara Zwicker und Christina Zeile und des Freundeskreis-Vorsitzenden Andreas Petto.

Anke Kollmar ist kein neues Gesicht an der Schule: 13 Dienstjahre ließ das Kollegium in seinem Gesangsbeitrag Revue passieren. So kennt man sich und schätzt man sich – und das soll gerne auch in der neuen Rolle so bleiben: „Behalten Sie Ihr offenes Ohr“, „bewahren Sie Ihren Humor“, „wir hoffen, der Kontakt zum Kollegium bleibt so gut, wie er ist“ – so der einhellige Tenor der verschiedenen Grußworte.

Die so Gelobte gab Dank und Kompliment in ihrer Ansprache gerne zurück. Der besondere Geist der Schule sei ein wichtiger Grund für die Bewerbung gewesen. Die allgegenwärtige Präsenz von Musik und Kunst, die das Haus belebten und den Geist beschwingten, mache ganz wesentlich diese Atmosphäre aus (auch die Einführung wurde von Schulchor, Ensembles und Instrumentallehrerinnen wieder festlich umrahmt). Das besondere Verhältnis innerhalb der Schulgemeinschaft, der Einsatz aller vom Hauspersonal bis zum Lehrerkollegium präge die Schule und mache sie zu einem Lebens-Raum. Sie freue sich darauf, gleichermaßen den Fachunterricht wie diesen besonderen Geist nun auch in neuer Funktion weiterentwickeln zu dürfen: „Wenn man einmal hier ist, möchte man nicht mehr weg“.

Vom Mississippi in die Schäferlaufstadt

Amerikaaustausch 2019 – Besuch der Amerikaner aus Alton/Illinois am HLG

Bereits seit 36 Jahren besteht der Schüleraustausch zwischen dem Helene-Lange-Gymnasium Markgröningen und der High School in Alton, Illinois/USA. Seit dem Schuljahr 1982/83 fährt alljährlich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der beiden elften Klassen unserer Schule an die Stadt am Mississippi, um dort Land und Leute und natürlich das Leben an einer typisch amerikanischen High School kennenzulernen. In diesem Frühjahr verbrachten 18 Elfklässler und Elfklässlerinnen zweieinhalb Wochen in Alton, einer Stadt im Westen des Staates Illinois, die von der Einwohnerzahl etwa doppelt so groß ist wie Markgröningen. Der Gegenbesuch der Amerikaner erfolgt jedes zweite Jahr, so auch in diesem Sommer. Seit dem 23. Juni sind 14 Schülerinnen und Schüler zu Gast am HLG, begleitet werden sie von ihrer Deutschlehrerin Frau Wimp und von Frau Downey, einer ehemaligen Kollegin. Während ihrer drei Wochen in und um Markgröningen besuchen die Amerikaner, die allesamt in Gastfamilien untergebracht sind, nicht nur den Unterricht an unserer Schule, sondern lernen bei verschiedenen Aktivitäten und Exkursionen auch die Umgegend näher kennen. „Vor Ort“ offiziell begrüßt wurde die Gruppe nicht nur am HLG selbst von Schulleiterin Regina Göldner, sondern auch im geschichtsträchtigen Rathaus von Markgröningen, wo sie Herr Blessing im Namen von Herrn Kürner zu einem schwäbisch-amerikanischen Umtrunk mit Brezeln/Saftschorle und Cola einlud. Auf dem vielseitigen Programm der Schülergruppe stehen neben einer Stadtführung in Markgröningen und einer geführten Tour durch das Ludwigsburger Schloss auch Besuche in der Staatsgalerie in Stuttgart, im Mercedes-Benz-Museum in Untertürkheim und in der Wilhelma. Zwei „größere“ Ausflüge werden die Schüler nach Heidelberg und an den Bodensee führen. Außerdem erhalten die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrerinnen einen Einblick in die Produktionsstätten des Mercedes-Benz-Werks in Sindelfingen und werden die KZ-Gedenkstätte Wiesengrund in Vaihingen/Enz besuchen, um Näheres über dieses schwierige Kapitel der deutschen Geschichte zu erfahren. Am letzten Mittwoch erhielten unsere amerikanischen Gäste zudem bei einem Besuch der Ludwig-Heyd-Schule in Markgröningen einen Einblick in den Schulalltag an einer baden-württembergischen Grundschule. Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Rosenberg und ihre Kolleginnen und Kollegen, dass sie unserer Austauschgruppe auch in diesem Jahr den Besuch an ihrer Schule ermöglicht haben. Für Frau Wimp, die sich auf amerikanischer Seite seit zwanzig Jahren für das Programm verantwortlich zeichnet, ist der diesjährige Besuch am HLG ihr letzter, da sie Ende des Schuljahres 2019/20 in den wohlverdienten Ruhestand gehen wird. An dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank an Frau Wimp, die einzige Deutschlehrerin an der Alton High School, für ihren großen Einsatz über all die Jahre, dafür, dass sie jedes Jahr neu Gastfamilien für unsere Schüler findet, den Unterrichtsbesuch vor Ort organisiert und ein abwechslungsreiches Ausflugsprogramm zusammenstellt. Durch ihr großes Engagement hatten Generationen von HLG-Schülern die Möglichkeit, (zumeist das erste Mal) in die USA zu reisen und das Land nicht nur als Tourist aus der Distanz zu sehen, sondern das Leben der Menschen im Mittelwesten unmittelbar zu erleben. Das Helene-Lange-Gymnasium hofft, dass der einst von einer Kollegin initiierte Austausch auch in Zukunft Bestand haben wird.

Vera Rackebrandt