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Weihnachtskonzert des Helene-Lange Gymnasiums

„Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“. Dieser Ausspruch Don Boscos versinnbildlicht den Abend in der Bartholomäuskirche, Markgröningen, denn in Mozarts „Spatzenmesse“ in C-Dur KV 220 konnte man tatsächlich das Zwitschern und Tschilpen eines Spatzes hören, nämlich in den Violinen im Hosanna des Sanctus und Benedictus, daher auch der Name „Spatzenmesse“.

„Die Spatzen pfeifen lassen“ bedeutet aber auch gelassen mit herausfordernden Situationen umzugehen und dies gelingt den Musikerinnen und Musikern des Helene-Lange-Gymnasiums unter der Leitung von Klaus Müller mit der Spatzenmesse meisterhaft. Gefühlvoll und gesanglich auf allerhöchstem Niveau präsentieren Schul- und ELFEnChor die Missa in C-Dur mit ihren Bestandteilen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei. Obwohl Mozart auf ausgedehnte Solosätze verzichtet hat, müssen hier die wunderbaren Gesangssolisten Elena Müller (Sopran, Klasse 11), Milena Blessing (Alt, Klasse 13), Michael Steck (Tenor) und Nico Hesse (Bass, Klasse 10) erwähnt werden. Hell, klar und präzise erklingt Elena Müllers Sopranstimme im Benedictus, während die drei anderen Solostimmen harmonisch begleiten. Trompeten (Silas Wieland und Ben Kruska, beide Klasse 13) und Pauke (David Heurich, Klasse 8) setzen die Messe in einen festlichen Rahmen, passend zur vorweihnachtlichen Stimmung.

Dass man sich in der Vorweihnachtszeit befindet war den Zuhörern bereits beim Klang der Melodie von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“(Karel Svoboda) klar. Beschwingt und fröhlich versetzte das 12-köpfige Ensemble unter der Leitung von Corinna Liebler die Zuhörer in ein Winterwunderland im ¾-Takt. Johann Sebastian Bachs „Air“ aus der Orchestersuite Nr. 3 D-Dur, BWV 1068, ebenfalls ein weltbekanntes Stück, verzauberte das Publikum zunächst mit weichen Violinklängen, um dann das  Thema an die Flöten und Klarinetten weiterzugeben. Die Filmmusik „Remembrances“ aus dem Film „Schindlers Liste“ ließ die Bartholomäuskirche verstummen und trieb dem einen oder anderen Zuhörer die Tränen in die Augen. Dem Ensemble gelang es in Perfektion, eine schwere, getragene Melancholie zu vermitteln. Besonders beeindruckend gelingt dies Lucie Müller (Klasse 8) an der Violine. Leicht, präzise und unglaublich gefühlvoll interpretiert sie den Solopart des Stücks und beeindruckt damit die Zuhörer. Zum Schluss verabschiedet sich das Ensemble mit dem weltbekannten Ohrwurm „Feliz Navidad.“

Einen weiteren Höhepunkt des Abends präsentierte ein Instrumentalensemble des 4-stündigen Kurses Musik, Klasse 12, mit dem Concerto e-Moll TWV 52:e1 von Georg Philipp Telemann. Das ungewöhnlich besetzten Quartett: 2 Querflöten (Julia Steinhauser und Tabea Wagner), Violoncello (Fabian Schneider) und Klavier (Corinna Liebler i.V. für Clea Bayer) zelebrierte die Vielseitigkeit und den besonderen Charme des Konzerts. Weich, herzenswarm und galant miteinander agieren Julia Steinhauser und Tabea Wagner an den Querflöten im Largo. Ganz anders dann im Allegro, hier übernehmen die jungen Musikerinnen abwechselnd die Führung. Fast lauernd bieten sich die jungen Damen einen Schlagabtausch mit den so typischen Telemannläufen und zeigen damit nicht nur eine unglaublich präzise Technik, sondern auch ein perfekt abgestimmtes Zusammenspiel.

Der Auftritt des ELFEnChores hinterließ in der voll besetzten Bartholomäuskirche einen bleibenden Eindruck. Der Chor, bestehend aus Eltern, Lehrern und Freunden des HLGs unter der Leitung von Klaus Müller, besticht durch seine ausdifferenzierte Dynamik. Sanft ertönen die ersten Klänge von „Sehet welch eine Liebe“, eine Motette von Gottfried August Homilius, um dann von piano bis zum forte durchzelebriert zu werden. Besonders der Bass tritt im Mittelteil in Erscheinung und singt `in dulci jubilo‘, während Sopran, Alt und Tenor die Melodie umspielen. Ganz überraschend antwortet der Schulchor aus dem Altarraum, nachdem der ELFEnChor mit der „Hymne an die Jungfrau“ (Benjamin Britten) begonnen hat. Den Chören gelingt es dadurch eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen. Als dann beim „Laudate“ von Knut Nysted der 7/8- Chor unter der Leitung von Regina Bojack-Weber von der Empore „Laudate deum“ singt, ist die Akustik der Bartholomäuskirche in Vollkommenheit genutzt. Die acht jungen Mädchen der Klassen 7 und 8 fügen sich perfekt in den Gesang der beiden erfahrenen Chöre ein. Die jüngsten Sängerinnen des Helene-Lange Gymnasiums hatten mit dem Kanon „Es kommt ein Schiff geladen“ bereits gezeigt, dass sie trotz ihrer kleinen Anzahl, stimmlich mithalten können. Der Chornachwuchs dürfte also gesichert sein.

Auch Nathalie Autenrieth, Klasse 13 hat einmal klein im Chor angefangen. Nachdem sie bereits letztes Jahr ihr Debut als Dirigentin beim Weihnachtskonzert feiern durfte, ließ sie es sich in ihrem letzten Jahr am HLG nicht nehmen und stellte sich für Mark Hayes „Gloria“ an das Dirigentenpult. Ihre Freude an der Musik sprang sofort auf den Chor über. Fröhlich, locker und gleichzeitig exakt und präzise führte sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durch das energievolle, festlich anmutende Stück und zieht damit das Publikum von Anfang bis Ende in ihren Bann.

Traditionell durfte der gemeinsame Weihnachtsgesang natürlich nicht fehlen. Gemeinsam mit den Ensembles des HLGs sang das Publikum u.a. „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ und verließ die Bartholomäuskirche, ganz im Sinne von Don Bosco, fröhlich, gelassen und mit dem schönen Gefühl, etwas Gutes bekommen zu haben.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, dem gesamten Haus-und Küchenpersonal und allen Ehemaligen und Freunden des Helene-Lange-Gymnasiums frohe und gesegnete Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr 2019!

Kulturreihe Spatzennest im Schuljahr 2018/19

Freitag, 12. Oktober 2018, Halle des HLG, 20 Uhr:

Michael Trischan: Heiter und so weiter – Das Beste aus seinen Solo-Programmen

Freitag, 30. November 2018, Halle des HLG, 20 Uhr:

Büchels Bühne : Georg Kreisler, Heute Abend : Lola Blau

Freitag, 25. Januar 2019, Halle des HLG, 20 Uhr:

Wildes Holz: Ungehobelt

Freitag, 22. Februar 2019, Halle des HLG, 20 Uhr:

Josef Brustmann: Fuchsbau – Nix für Hasenfüße!

Freitag, 5. April 2019, Halle des HLG, 20 Uhr:

HLG-Jazz-Event

 

Dauerkarten oder Einzelkarten im Vorverkauf erhalten Sie im Sekretariat des Helene-Lange-Gymnasiums,

Telefon: 07145-9366-40